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Geschichte der Seife

Der Wunsch nach Sauberkeit & Reinheit

Die Verwendung von Seife und anderen hygienischen Reinigungsartikeln reicht bis in die Antike zurück. Belegt wird dies durch aufgefundene Tontöpfe, auf denen reliefartige Reinigungszeremonien dargestellt werden. Ob Pomaden, Öle, “Seifen”, der Wunsch des Menschen nach Sauberkeit oder Reinheit, auch religiös motiviert, ist alt. Er übermittelte bei den Römern aber auch repräsentative und lustvolle Zwecke!

Übersicht:

 

Die Ersten Versuche

Laut Überlieferungen sollen schon die Sumerer vor mehr als 4500 Jahren mit Ölen und Pottasche experimentiert haben, um “seifenartige” Substanzen herzustellen. Diese waren aber noch keineswegs mit den heutigen wohlduftenden Seifen zu vergleichen.

Die Babylonier schrieben etwa 2200 v.Chr. ein Rezept zur Seifenherstellung auf, welches auf Wasser, Alkali und Aromaöl basiert.

Seifen der Antike

Das Römische Reich und die Badekultur der Römer sorgten für eine Ausbreitung der Seifenkultur. Auch der Islam mit seinen religiös verankerten Reinigungsritualen sorgte für eine weitere Ausbreitung in Europa. Besonders talentiert und innovativ zeigten sich die südlichen Länder Europas in der Seifenherstellung. Dies liegt daran, dass alle notwendigen Rohstoffe in Fülle vorhanden sind: Olivenöl und weitere TrägeröleBlüten & Kräuter und Gewürze aus denen Aromaöle hergestellt werden konnten und sodahaltige Asche.

Tragischer Trugschluss

Ebenso sollte man die Pest im Mittelalter nicht vergessen. Damals ging man sogar davon aus, dass das Reinigen mit Wasser die “Poren öffne für die bösen Gifte”, welch ein Trugschluss und tragisch für ganze Landstriche Europas.

Duft statt Sauberkeit ?

Natürlich gab es auch diesbezüglich Dekaden, in denen nach dem Motto “Weniger ist mehr” gelebt wurde. Denken wir dabei an den Hof Ludwigs des XIV. Sauberkeit war nicht wichtig, man sollte nur nicht stinken. Dies war die “Hochzeit” der Parfums und “Duftwässerchen”. Zudem war dieser Luxus wohlhabenden Menschen vorbehalten, da die Ingredienzien und das Herstellungsverfahren sehr teuer und aufwendig waren. Erinnern wir uns an Süskind`s “Das Parfum” und welchen Status der “Duftmacher” in einer stinkenden Stadt hatte und was er alles produzierte. Dennoch erstaunt es, dass eben der Monarch zum Mäzen der Seifensieder wurde und die besten ihrer Zunft nach Versailles kommen ließ. Hat es ihm doch langsam “gestunken”? Flöhe und Läuse ließen sich nicht durch Parfum vertreiben. Noch heute gilt das von ihm 1688 erlassene Reinheitsgebot für Seife. Eine Seife muss demnach mindestens 71% natürliches Öl enthalten.

Sauberkeit, der Trend!

Durch Napoleon und seine Badeanstalten änderte sich die Einstellung der Bürger zu Wasser, Seife und Hygiene. Für die heutige Zeit eine fragwürdige Reinheitskultur, aber sie läutete den Anfang des Umdenkens ein. Daher verwundert es nicht, dass viele gute Seifenmacher aus Frankreich kamen, nach deren Rezepturen noch heute gearbeitet wird.

Seife erreicht die Industrie

Die Geschichte der Seife erlebte im Verlauf der Zeit Höhen und Tiefen und erreicht erst wieder mit der fortschreitenden Industrialisierung, dem Import billiger Rohstoffe und dem preiswerten Herstellungsverfahren für Soda einen Aufschwung, der bis heute anhält. Die Herstellung einer chemischen Lauge durch Nikolas Leblanc (1742-1806) und neue Herstellungsverfahren wie „Leblanc-„ und später das „Solveyverfahren“ ermöglichten nun mehr die weitaus günstigere Massenproduktion von Seife. Das bedeutete das Ende der Seifensieder in Europa.

Aber dies hat sich im Laufe der Zeit gewandelt.

Der Helfer des Alltags wird zum Hobby und mehr

Die Seife ist kein Luxusgut mehr, sie gehört zur selbstverständlichen täglichen Hygiene und Hautpflege. Durch die Verwendung hochwertiger Inhaltsstoffe und reichhaltiger Öle und Fette, hat die Seife ihren Siegeszug angetreten und schreitet immer weiter voran.

Heute ist Seife selber machen wieder ein ansehnliches Hobby und auf Grund des immer größeren Interesses an Naturkosmetik immer gefragter. Vor allem handgemachte Naturkosmetik – durch das wachsende Interesse an Eigenkreationen und Hobbyseifensiedern hält die handgefertigte Seife Ihren Einzug in die Rührküchen Deutschlands bei.

Ob handgemachte Seifen im Kaltrührverfahren oder im Crockpot - es werden feinste Seifen aus himmlischen Rohstoffen hergestellt. Und was kann anderes dabei heraus kommen, als wunderbare selbstgemachte Seife. Der Kreativität und Kompositionsfreude sind keine Grenzen gesetzt. Auch der Trend von Natürlichkeit und dem Motto „selbst gemacht ist immer noch am besten“ ebnet dem Seifen selber machen Trend den Weg. Das wohl beste Gesamtpaket aus der Freude am Machen, dem Haben, Benutzen und vor allem dem Erfolgsgefühl eine selbst gemachte Seife zu haben lässt einen wieder zum Kind werden, Versprochen!!

In dem Sinne ab zum Seife selber machen Blog und das Rezept für Ihre erste selbst gemachte Seife aussuchen!  

Der Wunsch nach Sauberkeit & Reinheit Die Verwendung von  Seife  und anderen hygienischen Reinigungsartikeln reicht bis in die Antike zurück. Belegt wird dies durch aufgefundene... Mehr erfahren
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Geschichte der Seife

Der Wunsch nach Sauberkeit & Reinheit

Die Verwendung von Seife und anderen hygienischen Reinigungsartikeln reicht bis in die Antike zurück. Belegt wird dies durch aufgefundene Tontöpfe, auf denen reliefartige Reinigungszeremonien dargestellt werden. Ob Pomaden, Öle, “Seifen”, der Wunsch des Menschen nach Sauberkeit oder Reinheit, auch religiös motiviert, ist alt. Er übermittelte bei den Römern aber auch repräsentative und lustvolle Zwecke!

Übersicht:

 

Die Ersten Versuche

Laut Überlieferungen sollen schon die Sumerer vor mehr als 4500 Jahren mit Ölen und Pottasche experimentiert haben, um “seifenartige” Substanzen herzustellen. Diese waren aber noch keineswegs mit den heutigen wohlduftenden Seifen zu vergleichen.

Die Babylonier schrieben etwa 2200 v.Chr. ein Rezept zur Seifenherstellung auf, welches auf Wasser, Alkali und Aromaöl basiert.

Seifen der Antike

Das Römische Reich und die Badekultur der Römer sorgten für eine Ausbreitung der Seifenkultur. Auch der Islam mit seinen religiös verankerten Reinigungsritualen sorgte für eine weitere Ausbreitung in Europa. Besonders talentiert und innovativ zeigten sich die südlichen Länder Europas in der Seifenherstellung. Dies liegt daran, dass alle notwendigen Rohstoffe in Fülle vorhanden sind: Olivenöl und weitere TrägeröleBlüten & Kräuter und Gewürze aus denen Aromaöle hergestellt werden konnten und sodahaltige Asche.

Tragischer Trugschluss

Ebenso sollte man die Pest im Mittelalter nicht vergessen. Damals ging man sogar davon aus, dass das Reinigen mit Wasser die “Poren öffne für die bösen Gifte”, welch ein Trugschluss und tragisch für ganze Landstriche Europas.

Duft statt Sauberkeit ?

Natürlich gab es auch diesbezüglich Dekaden, in denen nach dem Motto “Weniger ist mehr” gelebt wurde. Denken wir dabei an den Hof Ludwigs des XIV. Sauberkeit war nicht wichtig, man sollte nur nicht stinken. Dies war die “Hochzeit” der Parfums und “Duftwässerchen”. Zudem war dieser Luxus wohlhabenden Menschen vorbehalten, da die Ingredienzien und das Herstellungsverfahren sehr teuer und aufwendig waren. Erinnern wir uns an Süskind`s “Das Parfum” und welchen Status der “Duftmacher” in einer stinkenden Stadt hatte und was er alles produzierte. Dennoch erstaunt es, dass eben der Monarch zum Mäzen der Seifensieder wurde und die besten ihrer Zunft nach Versailles kommen ließ. Hat es ihm doch langsam “gestunken”? Flöhe und Läuse ließen sich nicht durch Parfum vertreiben. Noch heute gilt das von ihm 1688 erlassene Reinheitsgebot für Seife. Eine Seife muss demnach mindestens 71% natürliches Öl enthalten.

Sauberkeit, der Trend!

Durch Napoleon und seine Badeanstalten änderte sich die Einstellung der Bürger zu Wasser, Seife und Hygiene. Für die heutige Zeit eine fragwürdige Reinheitskultur, aber sie läutete den Anfang des Umdenkens ein. Daher verwundert es nicht, dass viele gute Seifenmacher aus Frankreich kamen, nach deren Rezepturen noch heute gearbeitet wird.

Seife erreicht die Industrie

Die Geschichte der Seife erlebte im Verlauf der Zeit Höhen und Tiefen und erreicht erst wieder mit der fortschreitenden Industrialisierung, dem Import billiger Rohstoffe und dem preiswerten Herstellungsverfahren für Soda einen Aufschwung, der bis heute anhält. Die Herstellung einer chemischen Lauge durch Nikolas Leblanc (1742-1806) und neue Herstellungsverfahren wie „Leblanc-„ und später das „Solveyverfahren“ ermöglichten nun mehr die weitaus günstigere Massenproduktion von Seife. Das bedeutete das Ende der Seifensieder in Europa.

Aber dies hat sich im Laufe der Zeit gewandelt.

Der Helfer des Alltags wird zum Hobby und mehr

Die Seife ist kein Luxusgut mehr, sie gehört zur selbstverständlichen täglichen Hygiene und Hautpflege. Durch die Verwendung hochwertiger Inhaltsstoffe und reichhaltiger Öle und Fette, hat die Seife ihren Siegeszug angetreten und schreitet immer weiter voran.

Heute ist Seife selber machen wieder ein ansehnliches Hobby und auf Grund des immer größeren Interesses an Naturkosmetik immer gefragter. Vor allem handgemachte Naturkosmetik – durch das wachsende Interesse an Eigenkreationen und Hobbyseifensiedern hält die handgefertigte Seife Ihren Einzug in die Rührküchen Deutschlands bei.

Ob handgemachte Seifen im Kaltrührverfahren oder im Crockpot - es werden feinste Seifen aus himmlischen Rohstoffen hergestellt. Und was kann anderes dabei heraus kommen, als wunderbare selbstgemachte Seife. Der Kreativität und Kompositionsfreude sind keine Grenzen gesetzt. Auch der Trend von Natürlichkeit und dem Motto „selbst gemacht ist immer noch am besten“ ebnet dem Seifen selber machen Trend den Weg. Das wohl beste Gesamtpaket aus der Freude am Machen, dem Haben, Benutzen und vor allem dem Erfolgsgefühl eine selbst gemachte Seife zu haben lässt einen wieder zum Kind werden, Versprochen!!

In dem Sinne ab zum Seife selber machen Blog und das Rezept für Ihre erste selbst gemachte Seife aussuchen!  

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